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Orte die wir in Tel-Aviv besucht haben

Und die ihr auch unbedingt besuchen solltet!

DSC_0032Banana Beach
Banana Beach ist ein Teil des sehr langen Strandes von Tel-Aviv. Es ist eigentlich nicht wirklich wichtig genau diesen Abschnitt zu besuchen, unsere Wohnung war nur nebenan. Wer in Tel-Aviv Urlaub macht und nicht im warmen, klaren Meer schwimmen oder surfen geht, hat auf jeden Fall etwas verpasst. Grundsätzlich sollte man, wenn man kann, nicht an Feiertagen oder am Sabbat schwimmen gehen, da gefühlt ganz Israel zu dieser Zeit den Strand besucht. Neben Schwimmen und Surfen gibt es auch viele Möglichkeiten zum Volleyball oder Strandtennis spielen, welche auch rege genutzt werden. Teilabschnitte des Strandes werden durch einen Bademeister überwacht, nur hier ist das Betreten des Meeres erlaubt – das interessiert aber keinen.

DSC_0006Mike’s Place
Mike’s Place ist eine Pub-Kette in der neben lokalem Bier auch Biere aus aller Welt ausgeschenkt werden. Neben Guinness, französischen, beglischem und dänischem Bier wird hier unter anderem auch das Oktoberfest gefeiert. Dementsprechend gibt es auch Paulaner, welches als das Oktoberfestbier verkauft wird. Allgemein mögen Israelis Paulaner, da es an allen Ecken verkauft wird. Sehr positiv hervorzuheben ist nicht nur das Trinken sondern auch das Essen (Fish&Chips schmeckt hier fantastisch!). Zwischen 15:00 und 20:00 Uhr findet die Happy Hour statt bei der es zwei Cocktails zum Preis von einem und Rabatte auf Bier gibt.

DSC_0043Anitas Eisdiele
Anita ist eine Eisdielenkette in Israel. Wer sich in Deutschland schon über eine Kugel Eis für 1,50€ beschwert, wird hier sein blaues Wunder erleben. Um die 3€ darf man für eine Kugel Eis löhnen. Allerdings haben die Mitarbeiter bei Anita eine etwas andere Definition von einer „Kugel“. So wird jeder mit dem Eis was er bekommt glücklich sein. Nicht nur wegen des Geschmacks sondern auch aufgrund der Menge. Man findet Anita überall in Tel-Aviv, beispielsweise in Neve-Tzedek wo es direkt zwei Eisdielen gegenüber voneinander gibt. Unser Fazit: „Best dark chocolate icecream I’ve ever eaten!“

DSC_0002Hafen Old Jaffa und Pancakehouse
Um zum Hafen von Old Jaffa zu gelangen muss man entlang des Mittelmeers Richtung Norden gehen (oder man nimmt den Bus). Vom Banana Beach läuft man ca. eine Stunde an allen Stränden Tel-Avivs vorbei. Allein auf dem Weg trifft man, vorausgesetzt man ist zur richtigen Tageszeit unterwegs, viele Menschen welche an der Promenade tanzen oder musizieren. Der alte Hafen ist ein Komplex aus Geschäften und Restaurants und lädt zum Verweilen ein, direkt neben dem Hafen lädt ein Sandstrand zum Baden ein. Hier gibt es auch ein amerikanisch gehaltenes Pfannkuchenhaus welches wir besuchten. Für den kleinen Hunger nach dem Schwimmen reichen die Portionen, ob eine Mahlzeit hier ein ganzes Abendessen ersetzen kann wurde unter uns diskutiert.

24605827Chef Hostel
Wer eine Unterkunft in Tel-Aviv sucht kann entweder Couchsurfen oder sich über AirBnB (o.Ä.) eine Wohnung mieten. Alternativ gibt es hunderte Hostels. Das Chef Hostel sticht für Studenten und Menschen die gerne andere Menschen kennen lernen heraus. Es ist vielleicht etwas teurer als andere Hostels, dafür findet man hier eine unvergleichliche Atmosphäre. Das Leben im Hostel findet im großen Wohnzimmer mit offener Küche oder im Hinterhof statt, welcher mit Couches und Sitzecken sehr gemütlich eingerichtet ist. Jeden Abend wird zusammen gekocht, danach wird zusammen im Garten gesessen oder man geht gemeinsam weg. Neuankömmlinge werden selbstverständlich in die bereits existierende Gruppe integriert, auch Tagesausflüge werden gemeinsam durchgeführt. Man findet hier ganz einfach eine kleine Familie mit der man zusammen Tel-Aviv und Israel erleben kann.

DSC_001w4Carmel Market
Der Carmel Market ist ein Basar in der Nähe des Banana Beaches. Hier findet man alles was das Herz begehrt. Gewürze, Gemüse, Süßigkeiten, Gebäck aber auch Handyhüllen, Schuhe, Bilder, Klamotten, Zigaretten… es gibt hier wirklich alles. Das ganze versprüht einen unglaublichen Charm der jeden in seinen Bann zieht, man kommt sich beim ersten Besuch vor wie in einem Film. Auch für das leibliche Wohl ist durch viele Essenstände und Probierstationen gesorgt. Auf dem Carmel Market kann man mit Freunden einen ganzen Tag verbringen.

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Erster Stop: Tel-Aviv & Kiryat Ono

Jonas: Der erste Abend in Tel Aviv war nach den Strapazen der Reise nicht besonders erlebnisreich gewesen. Yannik war zwar der Meinung das er mitten in der Nacht aufwachen müsste, um mich über Flüchtlingscamps und fehlendem Käse zu belehren, und dies gleich mehrmals, ansonsten bezogen wir allerdings nur unser Appartement, gingen in die Stadt um etwas zu essen und einzukaufen und dann früh ins Bett.

Yannik: Da sieht man mal, nicht mal jetzt im Urlaub lässt mich mein Job in Ruhe! Wir hatten uns über AirBnB bereits im Vorfeld eine Wohnung gemietet. Diese lag in Neve Tzedek nur einige Minuten zu Fuß vom Strand und der Innenstadt entfernt, unter der Voraussetzung dass man sich nicht verläuft, was wir oft taten. Unser Appartement wird eigentlich von einer Frau namens Tamar welche Kunst und Musik studiert. Als ich das Appartement, beziehungsweise den dazu gehörigen Hof, das erste mal betrat war ich nicht sonderlich begeistert. Es war halt ein typisches billiges heruntergekommenes Studentenappartement. Es gab ein kleines Wohnzimmer in dem sich auch die Küche befand sowie ein separates Schlafzimmere sowie einen großen Hof mit bunt zusammen gewürfelten Stühlen, Tischen, einem verstimmten Klavier sowie jeder Menge Müll. Toiletten und Dusche befanden sich ebenfalls auf dem Hof und wurden von allen angrenzenden Mitbewohnern des Hofes genutzt. Doch genau dieser „Charm“ machte unsere Wohnung und unseren Aufenthalt zu etwas ganz besonderem. Da in den angrenzenden Häusern nur Studenten wohnten und unser Appartement ganz dem israelischen Standard entsprach verbrachten wir tolle Abende hier, mit und ohne die anderen Studenten, welche uns einluden mit ihnen den Abend zu verbringen und zu trinken.

Am nächsten Morgen (also gegen 13 Uhr) nahmen wir den Bus 168 nach Kiryat Ono. Dies gestaltete sich, anders als die Hinreise vom Flughafen mit Bahn und Bus, einfacher, da ich bereits wusste wo der Bus abfuhr und wann wir aussteigen mussten. In Kiryat Ono trafen wir dann Lee und verbrachten den Tag mit ihr. Beinahe wären wir für immer in Kiryat Ono gefangen gewesen da wir, wie immer, nicht an den Sabbat dachten. Der Sabbat beginnt jeden Freitag Abend und endet Samstags Abends. Während dieser Zeit haben eine Vielzahl von Geschäften geschlossen, auch der öffentliche Personennahverkehr ist in dieser Zeit stillgelegt. Man kommt also einen Tag die Woche nirgendwo hin, es sei denn man ist im Besitz eines Autos (was für ein Scheiß!). Um 17 Uhr bekamen wir dann gerade noch so den letzten Bus nach Tel-Aviv, leider nicht zu unserem Appartement sondern ans andere Ende der Stadt, aber immerhin die richtige Stadt! Auf dem Rückweg gingen wir am Strand entlang und fanden so Mike’s Place eine Irish-Pub-Kette in Israel. Hier tranken wir ein paar Guinness und aßen Fish&Chips. Abends besuchten wir dann noch das Chef Hostel in dem ich bei meiner letzten Israelreise im April „residiert“ habe. Dort wurden wir mit offenen Armen empfangen, verbrachten einen netten Abend und lernten Caro und Sabrine kennen (Namen merken, die werden noch wichtig!). Als wir endlich zu Hause ankamen wurden wir von unseren Mitbewohnern noch auf einen Whiskey eingeladen und tauschten uns mit ihnen über den Sabbat und deutsche Autobahnen aus.

Samstags gingen Jonas und ich zum Banana Beach schwimmen, gegen 15:00 Uhr sollte endliche auch Christian ankommen. Anscheinend hatte Christian sich vor seinem Abflug nicht über die hiesige Wetterlage informiert und kam in Pullover, Jeans und Jacke an. Nach kurzem Umziehen machten wir uns dann auf den Weg zum alten Hafen von Jaffa. Dort wollten wir Pfannkuchen essen gehen. Wir liefen ca. eine Stunde zum Hafen, da Samstags ja leider keine Busse fahren. Nachdem wir gegessen hatten beschlossen wir erneut zu Mike’s Place zu gehen und den Abend gemütlich am Strand ausklingen zu lassen. Immer wieder trifft man an den Stränden Tel-Avivs auf Künstler und Verrückte. So sahen wir mehrere Gitarrenspieler und Sänger, eine Oma welche zu Musik aus einer Anlage ihre Hände bewegte und dafür Geld verlangte und eine OutdoorDisko für Senioren. Besondern schön war allerdings das Streichertrio direkt gegenüber von Mike’s Place. Die Strandpromenade lädt daher nicht nur wegen ihrer unglaublich schönen Aussicht sondern auch wegen einer Vielzahl an skurrilen und begabten Künstlern und Menschen zum Verweilen ein. Wir saßen noch bis 22:00 Uhr bei Mike’s Place, und das bei 28 Grad!

Sonntag war der Sabbat endlich wieder vorbei. Bereits am ersten Tag waren wir kurz auf dem Carmel-Market, diesen besuchten wir nun erneut und länger. Zuvor gingen wir noch einmal mit Christian am Babana Beach schwimmen.

Jonas: Genau hier trafen wir Sabrina durch Zufall wieder. Fast hätte ich sie gar nicht erkannt. Ich hörte nur ein lautes Lachen neben mir, drehte mich um, sah eine Frau, drehte mich wieder weg, drehte mich wieder um….. Moment mal die kennst du doch. Von ihr bekamen wir eine unglaubliche Geschichte zuhören die es eigentlich nur im Film geben kann:

Wo Sabrina herkommt wissen wir jetzt nicht mehr genau, es ist etwas in den vielen Orten an denen sie gelebt und Studiert hat untergegangen. Bachelor hat sie in Wien gemacht, ihren Master wollte sie in Amsterdam machen, hat auch angefangen, dann aber abgebrochen. Warum?

Sabrina geht einmal im Jahr für drei Monate auf Reisen. Sie hat in Korea vier Tage in einem Schweige Tempel ohne Alkohol, Fleisch, Zigaretten, Süßes und, wer hätte es gedacht, ohne zu reden verbracht. Dort hat sie eine Frau aus Amerika kennen gelernt mit der sie zusammen in einem Zimmer wohnte. Da man sich dann doch unterhält tauschten beide ihre nächsten Pläne aus und Sabrina erzählte, sie würde als nächstes nach Okinawa fliegen. Dort hatte die Amerikanerin einen Bekannten, welchen sie selbst auf einer Reisen im Flugzeug kennen gelernt hatte. Sie könnte sich ja bei ihm melden, schlug die Amerikanerin vor.

Als Sabrina endlich in Okinawa ankam hatte sie allerdings nicht vor sich bei dem Bekannten zu melden sondern checkte erst einmal in einem Hostel ein. Doch als es die ganze Zeit nur Regnete und sie auch sonst nichts zu tun hatte meldete sie sich doch bei ihm, aus reiner Langeweile. Dieser Mann lud sie nach einem gemeinsamen Tag auf der Insel schließlich ein bei sich im Gästezimmer zu wohnen. Sie verbrachten mehrere Tage zusammen. In dieser Zeit merkte Sabrina dass sie diesen Mann sehr mag, war sich aber nicht sicher ob dies auf Gegenseitigkeit beruhte. Erst im allerletzten Moment nahm sie ihren Mut zusammen und küsste ihn, am Gate, als sie abreiste zu ihrem nächsten Reiseziel. Ob sie noch mal zurück kommen würde, wurde sie gefragt. Sabrina war sich aber noch nicht so sicher.

Der Typ gab ihr eine der Muscheln als Erinnerung mit, welche sie sich immer anschaute. Nach vier, fünf Tagen hielt sie es dann nicht mehr aus und setze sich zurück in den Flieger nach Okinawa. Sabrina hatte geplant ihre Reisen in den Philipienen zu beenden, diese hat sie nie erreicht. Ihren Master brach sie ab um mit diesem Mann zusammen zu leben. Jetzt heiratet sie ihn, an dem Tag an dem wir sie getroffen haben hatte sie sich das Hochzeitskleid gekauft.

Yannik: Eine unglaubliche Geschichte, findet auch Sabrina und sagte: „Das glaubt mir nie jemand, die sagen immer alle ‚Das kann nicht wahr sein!’“.

Wir redeten auch noch über unsere weiteren Pläne: Masada, Jerusalem, Bethlehem, Hebron. Auch sie hat eine Reise nach Hebron gebucht, über Breaking the Silence. Das einzige Problem, wie kann es anders sein, ist der Sabbat, denn ihre Reise findet an einem Samstag statt und sie hatte keine Ahnung wie sie von Tel-Aviv nach Jerusalem kommen sollte, da ja keine Busse fuhren.

Also boten wir ihr an mit uns nach Hebron zu kommen. Wir würden uns Freitags treffen, zusammen nach Bethlehem fahren und Samstag dann nach Hebron. Da Bethlehem eine muslimisch / christliche Stadt ist findet hier auch kein Sabbat statt, die Busse fahren also. Samstags Abends könnte sie dann mit dem Bus von Bethlehem zurück nach Jerusalem fahren. Sie fragte uns was eigentlich mit Caro sei, welche auch mit kommen wollte. Somit stand unser Plan fest: Nachdem wir uns am nächsten Tag mit dem Bus auf den Weg nach Masada machen wollten und Dienstag zurück in Jerusalem sein würden wollten wir uns Freitag Mittag zusammen mit Caro und Sabrina am Damascus Gate treffen um nach Bethlehem zu fahren. Samstag würden wir dann Hebron besuchen, wenn es die aktuelle Sicherheitslage zulassen würde.

Christian: Kurz bevor Sie uns auf dem Weg in Ihr Hostel wieder verlassen hatte, teilte Sie uns jedoch noch eine winzige Kleinigkeit mit: „Ihr wisst, dass morgen Feiertag ist und keine Busse fahren –oder?“ – Scheiße!

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Istanbul – Sabiha Gökçen (SAW) – Nachtrag

Hier noch ein kleiner Nachtrag zu unserem ersten Reisebericht über SAW von Christian, den wir euch nicht vorenthalten wollen.  Auch Christian musste diese Strapazen auf sich nehmen, allerdings alleine.

Ich wurde natürlich vorgewarnt. Unter Zuhilfenahme von gefühlten tausend Whatsapp-Sprachnachrichten. Aber mal ehrlich, wer hat schon Zeit für eine solche Art von Hörbuch?

Meine knapp 15 stündige Hinreise (inkl. Aufenthalt am Flughafen in Köln) lässt sich daher folgendermaßen zusammenfassen:

Was bisher geschah? Nichts

Was während des Hinflugs geschah? Nichts

Fazit:
Wenn man es nur stark genug versucht, kann man auch am Flughafen schlafen.
Auf dem Fliesenboden.
Direkt vor den Departure-Monitoren.
Umringt von Chinesen und Japanern.

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Istanbul – Sabiha Gökçen (SAW)

Immer eine Reise wert!

Schon oft sind wir geflogen und oft mussten wir in Flughäfen auf unseren Anschlussflug warten. Doch was uns in SAW geboten wurde, übertrifft alles bisher erlebte. Nachdem wir mit Pegasus Airlines sehr komfortabel von Köln nach Istanbul geflogen sind und auf diesem Flug nur beinahe gestorben wären (Das Anschnallgeräusch piepte quasi ununterbrochen, das Flugzeug wurde durch die Luft geschleudert wie ein Gummiball, und Jonas schlief die ganze Zeit), hatten wir dort einen Aufenthalt von sechs Stunden vor uns, bis es weiter nach Tel-Aviv ging.

Sechs Stunden, für diesen Flughafen nicht genügend Zeit! Die Vielzahl von Geschäften, Attraktionen und interessanten Mensche, sowie abwechslungsreichen Unterhaltungsmöglichkeiten füllt schnell mehrere Stunden, so dass man sich beim Weiterflug fragt: Was habe ich eigentlich die ganze Zeit getan?

Neben zahlreichen Sitzmöglichkeiten (davon mindestens 6 öffentliche Sitzplätze), bietet die Transitarea auch einen Dutyfree-Shop in der Größe eines Schuhkartons und zahlreiche, sehr kunden orientierte, Restaurants. Nach unserer Landung suchten wir ein Restaurant auf, welches großflächig mit FreeWiFi und „Recharge your phone“ warb. In der Mitte dieses Restaurants befand sich eine „Snack Station“ für die wir uns, aufgrund unseres knappen Budgets, entschieden. Doch Sandwiches werden anscheinend nur von Kunder zweiter Klasse gegessen, findet zumindest die Restaurantleitung. Zwar konnten wir unsere Geräte laden, doch leider gab es für uns kein Wlan, ganz nach dem Motto: „Wer sich keine Pizza für 20 € leisten kann, der braucht auch kein Wlan“.

Immerhin ließ man uns ganze drei Stunden in diesem Restaurant schlafen, danach wurden wir vertrieben und beantragten Asyl im FastFood Laden unseres Vertrauens, Burger King. Zwar waren die Schlafgelegeheiten, welche aus einem Stuhl und einem Tisch bestanden, nicht allzu bequem, aber besser als der Boden. Man stellt sich also nun uns beide vor, komplett fertig mit der Welt, nach einer durchgemachten Nacht, einem turbulente Flug, gelangweilt und genervt an diesem Flughafen. In dieser Szenerie läuft ein Reinigungsfachangestellter (wir wollen ja politisch korrekt sein) herum, dem nichts die Laune verderben kann. Dieser fröhliche Mann wollte uns unbedingt Chai schmackhaft machen (für nur 7€!) und hielt es für nötig uns dafür andauernd aufzuwecken. Während Jonas allem Anschein nach komplett immun gegen diese Ruhestörung war, wurde Yannik jedes mal aufs Neue wach. Immerhin nahm der Reinigungsfachangestellte seinen Job allem Anschein nach sehr ernst und entfernte auch gewissenhaft Krümmel, welche sich zwei Millimeter vor Jonas Nase befanden mit den Worten „Carefully, carefully!“.

Um es kurz zusammen zu fassen: Wir waren komplett fertig und mussten sechs Stunden in einem Flughafen ohne Beschäftungsmöglichkeiten voll von entweder komplett genervten und unfreundlichen oder über motivierten Mitarbeitern verbringen, welche uns, unabhängig von ihrem Gemütszustand, andauernd weckten und somit unseren Aufenthalt zu einer Qual sondergleichen machten. Unser Beschluss für unsere nächste Reise nach SAW: „Bist du verrückt, welche Reise nach SAW? Ich bezahle das doppelte wenn ich hier nicht laden muss!“.